Der KOMKAR Verband der Vereine aus Kurdistan in Deutschland e.V. blickt mit großer Sorge auf das Wahlergebnis in Sachsen Anhalt. Der starke Zuspruch für die AfD ist ein alarmierendes Signal, auch für uns Kurdinnen und Kurden in Deutschland.
PRESSEERKLÄRUNG
KOMKAR zum Wahlergebnis in Sachsen Anhalt
Der KOMKAR Verband der Vereine aus Kurdistan in Deutschland e.V. blickt mit großer Sorge auf das Wahlergebnis in Sachsen Anhalt. Der starke Zuspruch für die AfD ist ein alarmierendes Signal, auch für uns Kurdinnen und Kurden in Deutschland.
Viele von uns kennen Rassismus, Ausgrenzung und Anfeindungen aus dem eigenen Alltag. Wenn rechte und nationalistische Positionen stärker werden, betrifft das uns unmittelbar, ebenso wie viele andere Menschen mit Migrationsgeschichte und weitere gesellschaftliche Gruppen, die zum Ziel rechter Politik und Hetze werden.
Gerade wir Kurdinnen und Kurden wissen aus unserer Geschichte, was es bedeutet, wenn Nationalismus und die Abwertung von Minderheiten immer mehr Raum bekommen. Deshalb dürfen wir diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen.
Wir rufen die kurdische Diaspora dazu auf, sich stärker politisch und gesellschaftlich einzubringen. Nutzt euer Wahlrecht, engagiert euch in demokratischen Parteien, Vereinen und Initiativen, beteiligt euch vor Ort und erhebt eure Stimme gegen Rassismus und Ausgrenzung.
Besonders junge Kurdinnen und Kurden möchten wir ermutigen, politische Verantwortung zu übernehmen. Wir leben hier, unsere Kinder wachsen hier auf und unsere Zukunft ist mit der Zukunft dieses Landes verbunden. Deshalb müssen wir auch dort stärker vertreten sein, wo diskutiert, entschieden und Politik gestaltet wird.
Wir sind Teil dieser Gesellschaft. Wir sind von diesen Entwicklungen betroffen und wir haben die Möglichkeit, ihnen etwas entgegenzusetzen. Demokratie braucht auch unsere Stimme und unsere Beteiligung.
KOMKAR Verband der Vereine aus Kurdistan in Deutschland e.V.
Olpener Str. 143, 51103 Köln
Köln, 07.09.2026